so kurz vor Weihnachten und dem Jahreswechsel möchte ich mich nochmal melden, um Euch einige Informationen aus dem Gemeinderat zu geben.
Eine sehr erfreuliche Nachricht zu Beginn. In dieser Woche wurde im Gemeinderat – nach einigen Irritationen – dem gemeinsamen Antrag von FWG, MfH und SPD, einen Bürgerbus für Haibach und seine Ortsteile einzurichten, einstimmig zugestimmt. Der Ende August 2024 gestellte Antrag hatte zum Ziel, durch die Gemeinde einen Bus zur Verfügung zu stellen, mit dem die über den ÖPNV schlecht angebundenen Ortsteile, hier besonders Dörrmorsbach, und einzelne Wohnquartiere in Haibach und Grünmorsbach besser an den Ortskern, das Rathaus, die Geschäfte und Arztpraxen u.ä. angebunden werden können. Hierfür wurde ein Konzept entwickelt, mit konkreten Haltestellen und einem regelmäßigen Fahrplan. Die Fahrt soll mit einem 9sitzigen Kleinbus erfolgen, den die Gemeinde zur Verfügung stellt. Die Fahrer/Fahrerinnen stellen sich ehrenamtlich zur Verfügung. Das konkrete Konzept wurde maßgeblich von der MfH-Fraktion erstellt. Dafür besten Dank. Was jetzt in der letzten Sitzung konkret beschlossen wurde:
Die Gemeinde erwirbt den Bus vom TV Haibach, der für die sportlichen Belange kaum mehr benötigt wird.
Die Gemeinde erwirbt einen Bus, möglichst vollelektrisch, und vermietet darauf selbst Werbeflächen.
Die Gemeinde mietet zunächst einen solchen E-Bus für die nächsten 12 Monate an. Ein günstiges Angebot hierfür liegt bereits vor.
Die Gemeinde arbeitet mit einer Werbeagentur zusammen, die einen solchen Bus (ggf. gebraucht) zu Verfügung stellt und dafür die werbliche Vermarktung übernimmt.
Jede dieser Alternativen hat so ihre Vor- und Nachteile. Konkret wird das in allernächster Zeit entschieden.
Der Bus wird dann auf Vorschlag des Bürgermeisters nicht nur als Ortsbus eingesetzt, sondern steht für viele sonstige Verwendungsmöglichkeiten zur Verfügung, wie etwa Jugend- und Seniorenfahrten, Besuche unser Partnergemeinde Marck, Vereinsfahrten etc.
Die im Antrag angesprochene Testphase von 6 Monaten entfällt. Wir gehen davon aus, dass sich das Konzept des Ortbusses, wie in anderen Ortschaften auch, bewährt und etabliert. Im Detail wird an dem Konzept noch bis zur Einführung gefeilt werden, bzw. wird sich durch Erfahrungen beim Betrieb noch verändern können.
Aber was für uns besonders in Dörrmorsbach wichtig ist. Die prinzipielle Entscheidung für einen solchen Ortsbus ist gefallen. Die technischen Einzelheiten werden in sehr überschaubarer Zeit geklärt. Wir waren einer deutlich verbesserten Anbindung an Haibach noch nie so nahe wie jetzt. Ich gehe davon aus, dass das noch im 1. Quartal von 2025 Wirklichkeit wird.
Der erste Bauabschnitt der Wiesenstraße vom Loch bis zur Kirchstraße ist bis auf Feinarbeiten, die ganz zum Schluss erledigt werden, beendet und das gut. Jetzt legt die Baufirma eine Winterpause ein, um die Anwohner des 2. Bauabschnitts von der Kirchstraße bis zu Dörrmorsbacher Straße keinen unnötigen Wintereinschränkungen auszusetzen. Anfang März soll dann weitergebaut werden. Der gesamte Ausbau der Wiesenstraße bis zur Einfahrt in die Dörrmorsbacher Straße soll bis Ende 2025 abgeschlossen sein.
Rund um den Steinbruch und an unserer alten Müllhalde wurden bereits vor einiger Zeit Bohrungen vorgenommen. Diese Bohrungen sollen zu 2 Punkten Klarheit verschaffen:
Die Beantwortung nach der Fließrichtung des Trinkwassers kann schon Im Februar des nächsten Jahres beantwortet werden. Danach stellt sich die Nutzung des Brunnens neu. Ein abschließender Bericht über die Gefährlichkeit der Inhalte der alten Müllhalde ist erst Mitte des nächsten Jahres zu erwarten. Die Zwischenergebnisse deuten allerdings darauf hin, dass es weniger gefährlich als befürchtet sein könnte.
Euch sind sicher schon die zahlreichen bunten Striche und Zeichen auf unseren Gehsteigen und Straßen aufgefallen. Alles Zeichen für Nachbesserungsarbeiten aus dem Glasfaserausbau resultierend, um unsere vor allem Gehwege wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen. Es gibt 60 solcher Mängelpunkte.
In nächster Zeit werden wir uns rund um die Beratungen zum Haushalt 2025, auch mit den Investitionen für das kommende Jahr beschäftigen. Neben dem ja schon beschlossenen Ausbau der Wiesenstraße, werde ich für Dörrmorsbach die Neugestaltung der Fläche rund um den Bildstock und der Fläche rund um das Bürgerhaus in die Haushaltsberatungen einbringen. Ideen hierfür hat unser Bauhofleiter Franz Staab schon entwickelt. Die sollen im nächsten Jahr umgesetzt werden. Ich werde versuchen, sie Euch vor einem Beschluss nochmal vorstellen zu lassen. Sollten Euch weitere haushaltstechnisch relevante Punkte einfallen, die nach Eurer Meinung, in Dörrmorsbach erledigt werden müssten, lasst es mich gerne wissen.
So und jetzt wünsche ich Euch eine entspannte Vorweihnachtszeit, in der Ihr die Chance habt, ein wenig zur Ruhe zu kommen und in der Ihr die Vorfreude auf die Weihnachtstage genießen könnt, herrliche und genussreiche Weihnachten, mit schönem Zusammensein und Feiern mit denen, die Euch lieb sind, und einen gelungenen Start ins neue Jahr.
2025 möge für Euch viele glückliche Momente und schöne Begegnungen mit sich bringen und möglichst viel von dem was Euch wichtig ist, was Ihr Euch wünscht und was Ihr anpackt möge Euch gelingen. Lasst uns zuversichtlich ins neue Jahr gehen. Für all die Probleme mit denen wir konfrontiert sind, ob die naheliegenden oder die weltumspannenden, gibt es Lösungen und es liegt an uns, diese Lösungswege zu gehen. Mich begleitet dabei schon lange der Satz: „Wer etwas will sucht Wege, wer es nicht will Gründe.“ Bei der Suche nach den richtigen Wegen steht uns im Wege, dass wir uns dabei oft von den kurzfristigen und materiellen Vorteilen leiten lassen, statt die langfristigen, enkeltauglichen Lösungen zu wählen, auch wenn die zunächst einmal mit uns einschränkenden Veränderungen verbunden sind. Ich glaube, wir alle suchen nach einem gelingenden und gelungenen Leben und ich glaube auch, dass wir alle wissen, dass für ein solches Leben materielle Güter, insbesondere Geld, eine zugegeben notwendige, aber nie hinreichende Bedingung sind. Mit seinen Mitmenschen, den nahen und auch den ferneren, in einer wohlwollenden, freundlichen und offenen Beziehung zu leben, ist mindestens ebenso wichtig für ein gutes Leben. Ich bin wütend und traurig zugleich, wenn ich sehe, mit wieviel Ablehnung, Abqualifizierung und manchmal auch Hass, insbesondere von Parteien des rechten Randes, manche unserer Mitmenschen behandelt werden. Da frage ich mich, ob, bei einer solchen Haltung die Herbergssuche aus der Weihnachtsgeschichte heute nicht auch wieder so katastrophal enden würde wie vor 2000 Jahren.
Nochmal, lasst uns das Neue Jahr zuversichtlich angehen. Der Philosoph Antonio Gramsci hat dafür einen, wie ich meine, hilfreichen Leitsatz geprägt. „Ich bin Pessimist des Verstandes und Optimist des Willens“. Und ich füge hinzu, Optimist des Herzens. Habt eine gute Zeit. Ich wünsche Euch das Allerbeste. Mit herzlichen Weihnachts- und Neujahresgrüßen
Bernd Oppenrieder
Tel.: 06021/632422
E-mail: bernd.oppenrieder@icloud.com
PS: Wer anderen eine Blume sät, blüht selber auf.